sábado, novembro 12, 2011

Altes Regal, neues Regal ist mir jetzt egal


Ich war immer eine Buchliebhaberin. Ich war vier Jahre alt, als ich zu lesen lernte. Nicht weil ich ein Genie sein wollte (Wahrscheinlich wusste ich gar nichts darüber!), aber weil ich Bücher wirklich liebte. Ich war die älteste Enkelin und Nichte. Jedes Mal wenn meine Onkel und Tanten zu Hause waren, war es für sie sogar eine Pflicht mir vorzulesen! Ich meine, bis ich alles allein geschafft habe.
 
Mit vierzehn habe ich meine ersten Bücher selbst gekauft. Ich war ganz fasziniert von meinem neuen Eigentum! Ich wusste, solche Werke gehören jetzt mir und ich habe mein Kleingeld gespart und gespart bis ich mehr kaufen konnte.

Als ich meinen Ehemann kennen gelernt habe, hatte meine Wohnung fast nichts mehr außer Büchern. Wir haben da ziemlich lang zwischen meinen Taschenbüchern und Romanen, die in Regalen oder überall auf dem Boden lagen, gewohnt.

Dann kam die Entscheidung: wir mussten nach Deutschland ziehen. Nachdem ich mir über viele Dinge meinen Kopf zermartert hatte, fragte ich mich nur: „Was passiert  denn dann mit meinen Büchern?“ Mein Mann hat immer gesagt, dass ich meine Lieblinge bringen sollte und, dass wir die anderen alle neu kaufen könnten. Es war trotzdem nicht so leicht! Mag ja sein, dass Bücher keine Menschen sind, aber sie sind mit viele Emotionen verbunden.

Endlich bin ich mit drei Koffern und vier unglaublich großen Paketen (die mit der Post geschickt wurden und mir fast einen Herzinfarkt gegeben haben!) nach Deutschland gekommen. Die anderen Bücher wurden in Brasilien gelassen und zwischen meinen (echten) Freunden und Schülern verteilt. Während meines Leidens habe ich irgendwo einen Satz vom Dichter Rumi gelesen und das hat mir ein bisschen mehr Mut gegeben. Ich habe endlich verstanden, dass die Schönheit von Büchern im Schreiben und Lesen liegt und nicht darin an ihnen zu hängen. Meiner Meinung nach sollte man sie kurz lieben und danach sollte man sie gehen lassen.

Brasil x Alemanha: os blá blá blás do 7 x 1

Bem, resolvi postar no blog porque aí lê quem quiser e eu não fico flodando a timeline de ninguém. Desde a catastrófica derrota do Br...